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VORWORT .

Als der verstorbene Emil Seckel im Jahre 1912 an mich

die Aufforderung richtete , für die Monumenta Germaniae die

erste , moderne Ausgabe des Defensor Pacis zu bearbeiten ,

konnte niemand ahnen , daß mehr als ein Jahrzehnt vergehen

würde , ehe diese Arbeit wirklich in fortgesetzter Tätigkeit

gefördert werden konnte . Kaum hatte ich begonnen , mich

über die weithin im Ausland verstreute , handschriftliche

Überlieferung zu orientieren , als durch den Weltkrieg und die

folgenden Ereignisse zunächst jede Weiterarbeit verhindert

wurde . Nur der tatkräftigen Unterstützung der General

direktion der Monumenta Germaniae ist es zu verdanken ,

daß seit 1924 die Untersuchungen wieder aufgenommen und

zu Ende geführt werden konnten . Freilich nahmen inzwischen

übernommene amtliche Pflichten mir jetzt einen großen Teil

der Arbeitszeit , so daß das glückliche Ausland überraschender

weise 1928 mir mit einer von C . W . Previté - Orton in

Cambridge bearbeiteten Ausgabe zuvorkam . Gern erkenne

ich die Loyalität an , mit der der Herr Herausgeber meine

älteren im Neuen Archiv 46 , 490 ff . erschienenen Forschungen

verwertet hat , und es freut mich , daß wir unabhängig von

einander im wesentlichen zu der gleichen Beurteilung der

Hss . gekommen sind . Eine Reihe neue Hss .- Funde haben

dieses Resultat nur bestätigt . Von der englischen Ausgabe

unterscheidet sich die vorliegende vor allem durch die Heran

ziehung dieser , Previté - Orton noch unbekannten Hss ., und

auch dadurch , daß es mir möglich war , sämtliche wichtige

Hss ., mit Ausnahme der englischen , hier oder im Ausland

selbst durchzuarbeiten . Nur die interessanteste , T ( Tortosa) ,