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D . Zu dieser Ausgabe

I . Zur Textgestaltung

Die Überlieferung von Vallas De falso credita et emen

tita Constantini donatione bietet sich verhältnismäßig ge

schlossen dar . Für die Konstituierung des Textes genügt es

deshalb , nur die jeweils besten Handschriften der drei oben

beschriebenen Gruppen zu berücksichtigen :

A = Codex Vat . lat . 5314 ( s . oben S . 19 , Nr . 1) ,

B = Codex Vat . Ottob . lat . 2075 ( s . oben S . 24 , Nr . 9) ,

N = Codex VII D 25 , Bibl . Naz . Napoli ( s . oben S . 28 ,

Nr . 14) .

Die Wirkungsgeschichte des Werkes ist aber nicht allein

von der handschriftlichen Verbreitung bestimmt , sondern eben

so auch durch die

H = Ausgaben Ulrichs von Hutten von 1518 ( H 1 ) und

1519 ( H 2 )

und ihren zahlreichen Nachdrucken . Es sind deshalb auch

die Varianten dieser Ausgaben in den kritischen Apparat

aufgenommen worden .

Schließlich kann in der vorliegenden Edition zum ersten

mal ausführlich die

E = editio princeps ( Straßburg 1506)

vorgestellt werden 150 . Sie hat zwar keine den Huttenschen Aus

gaben vergleichbare Wirkung gehabt ; da sie aber eine der

Textgrundlagen für Hutten bildete , ist es sinnvoll , ihre Va

rianten ebenfalls zu berücksichtigen , auch wenn dadurch der

textkritische Apparat wesentlich umfangreicher ausfällt .

Bei der großen Übereinstimmung der Handschriften A ,

B und N mußte nur in wenigen Fällen die Lesart einer dieser

Handschriften gegen das z . T . übereinstimmende Zeugnis der

beiden anderen übernommen werden . Dabei ist die Entschei

dung entweder vom Sinn gefordert oder durch Vallas Sprach

150) Die Siglen wurden in Anlehnung an die Edition von Schwahn

gewählt . Dabei sind A und B mit denen Schwahns identisch . H wird , wenn

nötig , nach H 1 für die Ausgabe 1518 und H 2 für die Ausgabe 1519 unter

schieden ; Schwahn kannte nur die erste Ausgabe . E ist von dem bei Schwahn

herangezogenen Nachdruck der editio princeps ( 1520) auf diese selbst über

tragen . Neu hinzu kommt N für den Schwahn nicht bekannten Codex .