Abteilungen

28 .

Lothar bestätigt dem Kloster Münstergranfelden genannte Besitzungen für

die Lichter und den Unterhalt der Mönche .

Marlenheim 866 März 19 .

Originaldiplom im Jurassischen Museum zu Delsberg ( A) .

D ' Achery Spicil . ed . I . 7 , 186 nº 12 aus junger Abschrift , ohne Signum und

Rekognition , mit IV kal . apr . zu 884 ( verwechselt mit Karls III . D . 108) ; ed . II .

3 , 378 = Eccard Orig . Habsburg . 139 nº 3 mit IV kal . april . = Bouquet Recueil 8 ,

413 nº 13 unvollst . mit IV kal . apr . = Grandidier Hist . de l ’ église de Strasbourg 2 b ,

252 nº 134 Reg . zu März 29 = Grandidier Hist . d ’ Alsace 1 b , 86 nº 200 Reg . mit IV

kl . april . – Mémoire pour Moutier - Grandval 104 nº 3 nach vidimierter Kopie von

1751 = Zeerleder Urk . der Stadt Bern 1 , 3 nº 3 zu 851 . – Trouillat Mon . de Bâle 1 ,

112 nº 61 aus junger Abschrift ( Vidimus) = Fontes rer . Bern . 1 , 234 nº 60 . – Rais

Moutier - Grandval 33 Facs . von A . – Bessire L ’ abbaye de Moutier - Grandval , in

Actes de la Société jurass . 2 . Serie 58 , 87 ( Sonderdruck 47) in französ . Überset

zung . – Böhmer nº 708 zu März 29 . – Hidber nº 641 . – Forel Rég . de la Suisse

romande nº 65 mit IV kal . apr . – Bruckner Reg . Alsatiae nº 572 . – Mühlbacher

1 nº 1275 ; 2 nº 1310 .

Mit D . 28 beginnt die geschlossene Reihe der von dem Kanzler Grimland rekogno

szierten Diplome , nachdem bereits DD . 25 – 27 in seiner Vertretung unterfertigt wor

den waren . D . 28 ist ganz von ihm geschrieben worden und zeigt im Context seine

traditionsgebundene und regelmäßige , aber schon einfacher gewordene und hier über

dies etwas grob ausgeführte Diplomschrift ( vgl . oben S . 378) ; die Datierung hebt sich

noch ausgeprägter als bei den früheren Mundanten durch ihre Buchschrift ab . Wie

es Rodmund im D . 27 geschehen war , unterliefen auch Grimland einige Fehler , die

darauf schließen lassen , daß er nicht nach einem Vollkonzept mundierte ( vgl . Anm .

b , e) . Noch ärger aber war es , daß die möglicherweise vorausgefertigte , ein wenig nach

rechts eingerückte Rekognitionszeile schon geschrieben war , ehe man inne wurde , daß

die Corroboratio ja eine königliche Unterfertigung ankündigte , daß für eine Signum

zeile jedoch kein Raum mehr war . Man setzte daher vor die Rekognitionszeile wenig

stens ein etwas kümmerlich geratenes Wort Signum , ein Monogramm und unmittelbar

vor den Namen Grimblandus ein C , wie es von jetzt an das zweite Chrismon ersetzte .

Diese Ergänzung hebt sich zwar durch hellere Tinte als späterer Zusatz ab , doch schiene

es uns abwegig , hier von einer Interpolation zu sprechen ( so Mühlbacher in den Rege -

sten) ; beim Vergleich mit D . 29 neigen wir vielmehr zu der Annahme , daß niemand

anders als Grimland selber diese Ergänzung vorgenommen hat , zumal hier erstmals

die für ihn charakteristische , leicht abgewandelte Zeichnung des Monogramms be

gegnet ( vgl . oben S . 378) . Jedenfalls verhält es sich hier anders als in der Nach

urkunde , dem D . 108 Karls III ., wo , offenbar nach dem Vorbilde unseres D . 28 ,

tatsächlich eine spätere Hand zu Unrecht ein Signum und ein Monogramm ein -

gefügt hat . Traditionell und im ganzen formelhaft ist auch der Text ( z . B .: zum

Hauptsatz der Arenga vgl . DD . 14 . 16) , doch zeigen Arenga , Beurkundungsbefehl

und Corroboratio so viel an Verwandtschaft mit DD . 29 . 31 ( vgl . die folgenden Vor

bemerkungen) , daß in etwa von einem Grimland - Diktat gesprochen werden kann .